Frühtrachthonig

Unter Frühtracht versteht man Honig, in dem der Nektar aus Blüten stammt, die im Frühjahr blühen. Das kann alles sein von Kirsche über Apfel aber auch Löwenzahn oder Kastanie. Viele Frühtrachthonige enthalten auch einen Anteil an Raps, da es sich aufgrund des hohen Aufkommens an Rapsfeldern kaum vermeiden lässt, dass die eigenen Bienen auch in den Raps fliegen. 

In seiner Farbe ist der Frühtrachthonig meist etwas kräftiger als Rapshonig. Die Ernte 2021 hat allerdings erstmalig einen sehr hellen Frühtrachthonig hervorgebracht, der bei uns dieses Jahr noch heller als der Rapshonig ist. Die helle Farbe muss vom Weißklee und der Phacelia herrühren, die beide reichlich im Mai und Juni in der Nähe unseres Bienenstandes geblüht haben. Der Frühtrachthonig hat ein mildes bis kräftiges Aroma, ist streichzart und duftet zart bis interessant nach Blumen und Nektar. Er ist nach dem Rapshonig der zweithäufigste Frühjahrshonig in Deutschland.

Hier eine Weißkleeblüte samt Honigbiene. Offiziell darf jeder Honig als Frühtrachthonig bezeichnet werden, der vor dem 15. Juni geschleudert wird. Danach hätte man eine Sommertracht. Der Frühtrachthonig hat in der Regel einen hohen Anteil an Traubenzucker, was zur Folge hat, dass er relativ schnell kristallisiert und fest wird. Bei einem guten Imker geschieht dies allerdings bevor er den Honig abgefüllt hat, denn dann beginnt der Imker, den Honig zu rühren, damit er nicht hart sondern feincremig wird. Aufgrund dieser Konsistenz ist der Frühtrachthonig ideal für alle, die den Honig gern auf dem Brötchen und nicht an den Fingern haben. Eine geschätzte Kollegin hat einmal gesagt, "der ist nich so hektisch" wie flüssiger Honig. Also guten Appetit!

Foto: pixabay.com

 

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